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2008 - Bestandesaufnahme kommunaler Natur- und Landschaftsschutz 2008 - Bestandesaufnahme kommunaler Natur- und Landschaftsschutz

Ausgangslage

Die Gemeinde Schönenberg (ZH) weist neben grossen Naturschutzgebieten von regionaler und nationaler Bedeutung eine beachtliche Anzahl kommunaler Schutzgebiete auf.

Bei den Schutzgebieten handelt es sich in der Regel um Riedwiesen, um bachbegleitende Ufergehölze und markante Einzelbäume. Zusammen mit den regionalen Schutzgebieten bilden die Riedwiesen von kommunaler Bedeutung ein Mosaik, bei dem die kleineren kommunalen Gebiete wie Trittsteine zwischen den grösseren regionalen Gebieten liegen. Die einzelnen Schutzgebiete sind aber kaum miteinander vernetzt bzw. sehr stark voneinander isoliert. Die Ufergehölze zeihen sich linear durch die Moränenlandschaft und wirken wie Verbindungen zwischen verschiedenen Landschaftkompartimenten und Habitattypen (Wald, Wiese, Teiche etc.).

Der Schutz dieser Gebiete wurde 1986, gestützt auf das Planungs- und Baugesetz (RPG) des Kantons Zürich von 1975, in der kommunalen Verordnung über den Natur- und Landschaftsschutz vom Gemeinderat rechtlich verankert.

Die Verordnung umfasst eine Auflistung (Inventar) der zu schützenden Gebiete und Objekte in der Gemeinde und formuliert allgemeine Schutzziele und Schutzmass-nahmen, die der Erhaltung von Feuchtgebieten, Landschaftsschutzobjekten und Landschafsschutz-Einzelobjekten dienen.

Über den jetzigen Zustand der erwähnten Gebiete und der Objekte ist sehr wenig bekannt und nach 21 Jahren ist unklar, ob mit den in der Verordnung genannten Massnahmen die Schutzziele auch erreicht wurden. Deshalb beschloss der Natur-schutzverein Schönenberg im Jahr 2007 diese Wissenslücke zu schliessen.

Rechtliche Grundlagen

Grundlage für den Naturschutz bildet Artikel 78 über Natur- und Heimatschutz der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. Mai 1999. Der Naturschutz ist im Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) vom 1. Juli 1966 geregelt.

Für die Umsetzung des Naturschutzes sind die Kantone verantwortlich. Der Natur- und Heimatschutz ist im Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Planungs- und Baugesetz, PBG) vom 7. September 1975 geregelt. In der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz und über die kommunalen Erholungsflächen (Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juni 1977) werden die Gemeinden dazu verpflichtet, kommunale Inventare von Schutzobjekten zu erstellen. Ihr Schutz wird durch Verordnungen gewährleistet (RPG §§ 205). In Schönenberg (ZH) gilt seit 1986, basierend auf §§ 203, 206 und 211 RPG, die kommunale Verordnung über den Natur- und Landschaftsschutz.

Ziel

Der Bericht soll aufzeigen, ob der Schutz der Gebiete und Objekte gewährleistet ist, wie es in der Verordnung gesetzlich vorgeschrieben wird. Zusätzlich wurde geprüft, ob die Ziele in der Naturschutzpolitik der Gemeinde Schönenberg erreicht wurden und werden. Weiter sollen erste Informationen bereitgestellt werden, ob die Verordnungs- und Schutztexte des Gemeinderates von 1986 noch mit dem aktuellen Zustand der Schutzgebiete und –objekte übereinstimmen und ob die bestehende Verordnung für einen effizienten Schutz inhaltlich erweitert werden muss.

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Daten
Erstelldatum 04.02.2009
Änderungsdatum
Version V1
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Autor
MD5 Prüfsumme eb82da310c1b1535c48f5da2bda90b88
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